Rainer Schiener

Bild Züchter Schiener mit Urlaubs-Hunden

Rainer Schiener-Pitz, der 1943 in Schönfeld (Tschechien) geboren wurde, engagiert sich seit vielen Jahren im Westerwald für den Natur- und Tierschutz. 1984 gründete der Bio-Landwirt zeitgleich eine Hundeschule, eine Tierpension sowie einen Tierschutzverein. Erträge aus der Entwicklung eines hochwertigen Hundefutters ließ Schiener-Pitz dem Verein zukommen mit der Auflage, dafür Grünland zu kaufen. So entstand der Verein „Tier + Naturhilfe“, der inzwischen über 20 Hektar Grünland, Hecken und Wasserflächen in Elsoff und Hüblingen gekauft hat. „Sie haben diese wenig genutzten Grundstücke mit einheimischen Bäumen, Sträuchern und Blumen bepflanzt und damit Trocken- und Feuchtgebiete geschaffen, die Rückzugsräume für seltene nachhaltige Biotope zu entwickeln.

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Guten Tag. Mein Name ist Rainer Schiener.
Auf dem Foto von 1983, bin ich 40 Jahre alt und stehe in einem Rudel Familienhunde (Wohnungshunde), die bei uns eine Rudelschulung gemacht haben und nun selbst Hundeurlaub machen. Auf dem Arm halte ich den ersten Schifamhund, den ich damals aus ausgesuchten Familienhunden, diebei uns eine Rudelschule oder Hundeausbildung absolviert hatten, herausgekreuzt habe.

Die meisten damaligen zur Zucht verwendeten Hunde waren kinderliebe, gesunde, robuste, ausgeglichene, aufmerksame, intelligente mittelgroße Hundemischlinge. Zudem:

Besonderen Wert legte ich dabei darauf, dass alle Hunde frei von Gang-, Rücken- und Gelenkproblemen waren. Inzwischen ist diese Hundeart gefestigt und sehen alle ähnlich aus. Längst könnten wir einen Verein gründen oder einen Anerkennungsantrag für den „Rassehund: Schifamhund“ oder „Rassehund: Schieners-Familienhund“ stellen. Darauf legen wir aber keinen Wert, denn bei Rassehunden kann es irgendwann Inzuchtprobleme geben. Wir wollen vielseitige Familienfreunde züchten, die aber auch als Mitarbeiter in unserer Hundeschule und Hundepension mithelfen sollen. Dafür brauchen wir wesensfeste, ausdauernde und verträgliche Hunde. Für mehrere Jahre haben wir verschiedene Blulinien, aber wenn die Hundeverwandtschaft zu eng wird, werden wir ggf. auch andere geeignete Hunde einkreuzen. Dadurch gibt es in Zukunft keine Rasse, sondern „ gewollte Schifamhundemischlinge“.

Als ich mit der Zucht der Schifamhunde begann, kamen u. a. mehrfach Rassehunde, die eigentlich als sehr kinderlieb galten (aber dann Modehunde/Moderasse wurden) in unsere Hundeschule, die Kinder gebissen hatten. Für mich entstand dies u. a. durch Massenvermehrung, Inzucht und eine Überzüchtung auf Schönheit, wobei das gute Wesen zweitrangig wurde. Mir tat es sehr leid, dass der beste Freund des Menschen an Ansehen verlor und so beschloss ich einen speziellen kinderlieben Hund zu züchten. Ein erfahrener Schäfer, der seine Arbeitshunde selbst, meist aus Mischlingen heraus züchtete, gab mir damals den guten Rat: „Alle Hunderassen wurden hauptsächlich wegen ihren Gebrauchseigenschaften gezüchtet. Zuerst kommt die Gesundheit, dann kommt die Eignung und erst danach kommt das Aussehen. Ich brauche Hunde, die mir die Schafe auch vom Horizont herholen und wenn Du Familienhunde züchten willst, dann nimm Hunde, die bereits in Familien mit Kindern leben und sich dort bewährt haben“.

Dafür hatte ich die besten Voraussetzungen, denn in unsere Hundepension kommen vorrangig Wohnungshunde, die in Familien leben. Zudem haben wir eine spezielle Form, die wir „Hundeurlaub“ nennen – wobei zuvor (i. d. R.) Hunde in 30 Tagen – in einer Rudelschulung eine naturnahe Rudelordnung lernen. Während dieser relativ langen Zeit und Training, konnte ich die Hunde genau beobachten, vergleichen, bewerten und wenn sie meinen Vorstellungen entsprachen, habe ich die Besitzer gefragt, ob ich ihren Hund einmal zum Einkreuzen haben könnte. Allefanden die Idee gut und haben mir gerne ihren Rüden vorbei gebracht, wenn eine meiner Hündinnen bereit für einen Deckakt war. Sogar Hündinnen wurden mir für einen Wurf zur Verfügung gestellt. Im Lauf der Zeit konnte ich so aus rund 1500 Familienhunden (die bei uns die Rudelschule absolviert hatten) die Besten aussuchen und hatte dadurch eine Riesenauswahl an Zuchtpotential (aber nur ca. 15 Hunde überzeugten mich).

Bild Züchter Rainer Schiener mit Gitarre und Urlaubs-Hunden
Der Züchter Herr Schiener – inzwischen 68 Jahre alt – spielt gern Gitarre an der frischen Westerwaldluft und die Hunde hören interessiert zu. Durch das von ihm entwickelten „EgP Prinzip“ (Buch: gärungsfrei & naturnah kochen – siehe unten) und den natürlichen Bewegungen zu denen ihn die Schifamhunde regelmäßig animieren – ist er inzwischen zwar alt geworden – aber jung geblieben. Sein Motto: „Artgerechte Ernährung, positives Denken (Gottvertrauen) und artgerechte Bewegung ist die beste Medizin. Der helle Wuschelhund ist der Schifamhund „Amadeus“, er ist immer nah an seinem Herrchen und obwohl er nur mittelgroß ist, ist er nach Herrn Schiener der Chef im Rudel.

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